Fotografie ist Sehen.

 
"Fotografie lebt von dem Versuch, das Momentane in seiner Flüchtigkeit zu begreifen, im Festhalten das zu tun, was mehr ist als ein bloßes Abbilden."
 

Frank Kellers fotografische Arbeiten leben von ihrer thematischen Vielseitigkeit: Schwarzweiß und Farbe, Stadt und Architektur, Natur und Landschaft, Mensch und Raum, Ruhe und Moment, Bewegung und Dynamik. Und doch findet sich hinter dieser Vielseitigkeit in seinen Arbeiten ein Zusammenhang, seine Bilder stehen in einer seriellen Relation zueinander, die Pluralität des Ausdrucks findet zu einem Kontext. Im Sinne dieses verbindenden Kontextes beschreibt Keller in seiner Fotografie die Ästhetik und Genialität des Zeitstroms. Seine Bilder stellen sich diesem Strom. Manchmal indem sie ihn verfolgen, mit ihm ziehen und in dieser Bewegtheit die ganze Dynamik des Moments aufnehmen.

 

Schwarzweiß, Monochrome, Straße, Street, Paris, Menschen, Bewegung, Dynamik
Rue Saint-Antoine

Dann ist alles Bewegung, findet sich in allem Dynamik, ist nichts richtig zu halten, alles essentieller Moment, eine Vergänglichkeit, über die man nicht zum Nachdenken kommt, denn der Augenblick ist schon vorbei. In anderen Arbeiten spürt man genau das Gegenteil: Alles ist von großer Statik, hält inne, ist still, genießt Ruhe, strahlt sie aus. Gerade in Kellers Landschafts- und Naturaufnahmen wird dies spürbar. Wenn er mit der Kamera über die von Menschenhand gestaltete Natur fliegt, dann ist dies ein Nachspüren, ein Suchen nach Ästhetik, Linie, Fläche und Farbe. Die Ästhetik des Moments, das Festhalten des Flüchtigen, die Beachtung des Unbeachteten, sie zusammen können als Hintergrund für Kellers Arbeiten verstanden werden.

 

Wald, Herbst, Wärme, Farbe, Farben, Orange, Brauntöne, Rot, Gelb, Bäume, Sonne, Perspektive
Herbstsonne